EXI


Der kleine Exi ist ca. im März 2017 geboren worden. Offenbar wurde er aussortiert und ausgesetzt. Somit irrte er am Strand von Kouremenos umher, einige mitfühlende Menschen nahmen ihn mit
zurück ins Dorf, doch er kehrte zurück, um den Spaziergängern am Strand zu folgen, wohl in der Hoffnung auf einen Menschen, der ihm ein Zuhause geben würde. Zwar wurde er offenbar gefüttert, aber “seinen Menschen“ fand er nicht. So fiel er einer jungen Griechin, die am Strand in einer Surfstation mitarbeitet und selbst Hundebesitzerin ist, auf. Sie machte ich auf den Kleinen aufmerksam, da er mittlerweile die meiste Zeit dort verbrachte.

Problemlos ließ Exi sich einfangen und wurde zunächst von seinen zahlreichen äußeren und inneren Mitbewohnern befreit. Sei nen Namen, den Maria ihm gegeben hatte, behielt er, denn er hat am rechten Hinterlauf 6 Zehen (exi bedeutet auf griechisch sechs), aufgrund einer doppelten Wolfskralle. Exi bezog unseren alten Schafstall und akzeptierte sofort die Box als Schlafplatz. Er muss auf dem Grundstück an die Schleppleine, da er unsere Katzen jagt. Überhaupt steckt ein richtiger Jagdhund in ihm, denn er jagt und frisst alle Käfer und Heuschrecken. Auch beim Spazieren kann er mit einem Satz im Gebüsch verschwinden, so er dort Nahrung vermutet. Die Leine mag er (noch) nicht, da trauert er sichtbar dem früheren  Streunerleben nach. Auf der anderen Seite freut er sich, sobald er einen Menschen sieht und Zuneigung erfährt. Er hat wohl keine schlechten Erfahrungen mit großen und kleinen Zweibeinern gemacht. Unseren Hunden begegnet er mit Vorsicht, sie sind ihm wohl zu groß und zu ungestüm. Den ersten Besuch beim Tierarzt haben wir hinter uns, die Fahrt in der Box fand er furchtbar, sein Gebell war ohrenbetäubend. Impfen und Chipsetzen verliefen recht einfach, die Rückfahrt verschlief der Kleine völlig.

Es wird noch einige Zeit vergehen, bis er zu Verena in die Aufnahmestation übersiedeln kann. Zeit, in der wir weiter seine Entwicklung fördern werden. Ihn lehren, wozu Spielzeug da ist, dass Katzen eh immer gewinnen und all die kleinen Dinge, die ihn auf ein normales Hundeleben vorbereiten. Allerdings sollten seine zukünftigen Besitzer sich bewusstsein, dass Exi ein Hund ist, der sehr viel Bewegung und Beschäftigung braucht.

Exi lebt auf einer Pflegestelle im Raum Freiburg im Breisgau. 
Die Vermittlung erfolgt über den Verein Arche Noah Freiburg e. V.

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Neues vom 20.07.2017

UpdateExivom18.7.

Nun weilt Exi schon einige Wochen bei uns und somit möchte ich die erste Beschreibung konkretisieren.

Exi ist ein schlechter Esser, der Futternapf findet nur wenig Interesse. Zwar hat er an Gewicht und Größe zulegen können, doch er wird wohl ein ewiger Schlaksbleiben. Nahrung beschafft er sich noch immer am liebsten selbst, schätzt gleichzeitig Leckerli zum Kauen und verteidigt diese. Dass er bereits eine Wespe verspeist hat, die ihn prompt in den Rachenstach, ertrug er ohne Gejammer und ich glaube eher ohne negative Erinnerung.

Große Fortschritte gab es beim Spielen, Ball, Knotentau-all diese Dinge kennt er nun. Auch mit unserer Hündin spielt er gern und teilweise recht wild, sie bremst ihn schon mal ein, wenn er zu heftig wird. Allerdings brauchte es mehrere Tage, bis das Spielen mit ihr begann. Denn Exi zeigt sich fremden Hunden gegenüber sehr zurückhaltend, da dürften die Ursachen wohl in seiner unbekannten Vorgeschichte liegen. Kommen gar deren mehrere auf ihn zu, versucht er hinter seinem Menschen zu verschwinden. Ein Draufgänger ist er wirklich nicht. Die Rangordnung hat er bereits kennengelernt ,weiß, dass nicht jeder unserer Hunde spielen will und akzeptiert das. Für ihn ist sein Bezugsmensch das Wichtigste, dort sucht er Zuwendung und Vertrauen. Ich denke deshalb, dass er sich als Einzelhund nicht unwohl fühlen würde.

Die Katzen verbellt er noch immer, aber unsere Samtpfoten fauchen ihn höchstens ordentlich an. Eine große Liebe wird das wohl nicht, generell wären Katzen und Kleintiere in seinem zukünftigen Zuhause nicht empfehlenswert.

Spaziergänge an der Flex im Laufgeschirr findet er Klasse, aber bitte nicht ins Wasser, baden oder generell Wasser zum Abbduschen findet er unnötig. Quer durchs Gelände darf es gern gehen, da zeigt er schon große Ausdauer und die Schnüffelnase weicht kaum vom Boden.

Bemerkenswert ist, dass Exi alle seine “Geschäfte“ nur außerhalb des Zwingers erledigt, in dieser Hinsicht sollte es sehr einfach sein ihn zur “Stubenreinheit“ zu erziehen.

Insgesamt ist Exi ein unkomplizierter Hund, der sich rasch an unseren Tagesablauf angepasst hat. Allen Menschen geht er freundlich zu, lässt sich gern streicheln, springt allerdings noch hoch. In einer Hundeschule sollte an seinem Selbstbewusstsein gearbeitet werden, dann wird aus ihm sicher ein treuer und verlässlicher Begleiter

Neues vom 28.06.2017

 

Juni 2017

 

 

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