SPITHAS

Spithas, Rüde, vom Frühjahr 2005. Sein Name wird mit spitzem Sp gesprochen wie man über den Spitzen Stein stolpert, und das bedeutet soviel wie „Funke.“  Ich kann mir gut vorstellen, dass  er ein solcher war in jüngeren Jahren, denn auch mit seinen mittlerweile 14,5 Jahren ist er doch noch ein recht rüstiger Hundeopa. Spithas ist nicht kastriert und ich werde ihn auch nicht extra dafür in Narkose legen lassen in dem Alter, denn vermehren kann er sich hier so oder so nicht! Er ist ein lieber Gesell, sehr anhänglich und verschmust.

Die zwei wurden mir mit vier riesigen Portionen Nudeln, Brot in Öl, Fleisch etc gebracht, ich fürchte, dies sollte für zwei Tage reichen.  Dass dies meine Hühner vier Tage zum Fressen bekamen erklärte ich dem Vorbesitzer allerdings, denn fortan werden die zwei dicken Senioren ihre Ernährung umstellen.

Ich muss gestehen, dass ich selbst ein wenig entsetzt über das Alter der Beiden war. Der Besitzer hatte etwas von 8 - 9 Jahren gesagt und ich hatte wirklich nicht mit dem Doppelten gerechnet. Somit möchte ich die Beiden nur noch als Patenhunde vorstellen. Sie sollen bei mir ihren Lebensabend verbringen. Es sei denn, dass jemand auf der Insel selber unverhofft  ein schönes Gnadenplätzchen bieten möchte, einen Flug nach Deutschland werde ich den Beiden nicht mehr zumuten!

Aber wie kam es nun dazu, dass ich so alte Hunde zu mir nahm? Ich finde es selbst total traurig! Und wieder einmal packt mich eine gewisse Bitterkeit gegenüber gewissen „Damen“, die sich nur auf Facebook über andere Tierschützer aufregen können und mittlerweile die halbe Insel angezeigt haben und uns nur Probleme bereiten. Denn wer zu so etwas Zeit hat hätte in der Geschichte der beiden Hundesenioren anders helfen können und müssen!!!

Eines Abends also klingelte mein Telefon. Dass ich tatsächlich mit einem sehr alten Herren sprach hörte ich sofort an der Stimme.  Verzweifelt blubberte es nur so aus ihm heraus, als er von seinen Krankheiten erzählte, und dass er eine Woche vor dem Gespräch fast gestorben war. Ich war zunächst so sprachlos dass er nachfragte ob wohl die Verbindung unterbrochen sei. Ich beteuerte, dass ich bloß zuhöre und gerade ein wenig sprachlos und entsetzt bin. Darauf fing er an zu weinen : “ Was soll bloß aus meinen Hunden werden wenn ich sterbe?“ Mir schnürte es den Hals zu und ich glaube, dass Alle, die das lesen, genauso gehandelt hätten wie ich! Also ich gab ihm mein Ehrenwort zu helfen. Dass ich in meinem Chaos zunächst seine Telefonnummer verlor gehört einfach zu mir. Da bekanntlich ein Genie ja aber sein Chaos auch beherrscht fand ich sie bald wieder, rief zurück und liess mir die beiden alten Hunde noch am selben Tag bringen.

Warum ich nu so böse bin auf vorher benannte „Damen“? Weil diese Geschichte ganz anders hätte verlaufen können! Spithas und Loulou waren mittlerweile mega fett gefüttert, ihre Krallen überdimensional lang und ineinander gedreht und das Fell fiel beim Bürsten nur so in Fetzen ab. Man hätte Kissen damit füllen können, speziell Spithas war maximal verfilzt.  Klar konnte der 85jährige Besitzer, der auch noch im Rollstuhl sitzt, sich nicht mehr kümmern und fütterte vermutlich aus schlechtem Gewissen so viel. Anstelle also zu sehen wie man anderen Tierschützern das Leben zur Hölle macht hätten diverse Damen hier mal lieber angepackt, die Pflege und  Auslauf der Hunde übernommen und diesen alten Tieren  ihre letzten Monate oder Jahre bei ihrem alten Besitzer gewährleistet. Aber dies hätte ja auch mit echter Hilfe zu tun gehabt…

Ich weiß, dass mein Text verbittert klingt, das ist er auch. Denn es bricht mir ganz einfach das Herz sowohl für die Hunde, als auch für den alten Mann, dass sie getrennt werden mussten. Da ich hier sowieso schon alleine arbeite wäre es mir unmöglich gewesen, die Hunde vor Ort zu Hause zu versorgen. Ich hoffe aufrichtig, dass sie bei mir noch eine glückliche Zeit haben können!

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Oft kommen Hunde in unsere Auffangstation deren Vermittlungschancen aus den unterschiedlichsten Gründen sehr gering sind. Meist sind dies alte oder kranke Tiere, aber auch sehr große Hunde warten oft lange auf ein endgültiges Zuhause.

 

Einige unserer geretteten Tiere sind so stark traumatisiert oder verhaltensauffällig, dass wir es nicht verantworten können, diese in eine Familie zu vermitteln. In der Auffangstation finden sie nicht nur die notwendige Ruhe, sondern in Verena Wels auch eine fachkundige Betreuerin, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung optimal auf diese Tiere eingehen kann.

 

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Für solche „Sorgenfelle“ ist die Tierpatenschaft gedacht. Die Übernahme einer Patenschaft gibt Ihnen die Möglichkeit, in Not geratene Tiere zu unterstützen, gerade wenn Ihre Lebensumstände es nicht zulassen ein Tier selbst aufzunehmen. Mit einem Beitrag von mind. 5 Euro im Monat helfen Sie, diese Tiere zu pflegen, tierärztlich zu versorgen und eine adäquate Unterbringung zu gewährleisten.

 

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November 2019

 

 

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