DINGO

DINGO, Rüde, geb. ca. Mitte August,

Der kleine Dingo wurde von Touristen auf einer Straße im Osten Kretas
aufgegriffen, wo er orientierungslos herumirrte. Die Suche in der Umgebung
brachte keinen Erfolg, weder ein Mensch, noch ein Haus oder ein weiterer
Hund. So nahmen sie ihn mit und er landete bei uns.
Dingo ist ca. 2 Monate alt, extrem auf Menschen fixiert und weicht seiner
Bezugsperson nicht von der Seite. Es war unmöglich, ihn über Nacht im
Zwinger zu lassen, sein lautstarker Protest unüberhörbar. Kaum im Haus
legte er sich auf eine Decke und schlief seelenruhig ein. Für mich liegt
die Vermutung nahe, dass er in einem Haus aufgewachsen ist, er zeigt
keinerlei Scheu oder Unsicherheit, war untypisch wohlgenährt. Auch mit dem
bereitgestellten Trockenfutter kannte er sich aus, scheint keine
Essensreste bekommen zu haben, denn das Menschenessen auf dem Tisch
interessiert ihn keineswegs. In der Transportbox schlief er sofort ein, den
Tierarzt begrüßte er wie einen alten Bekannten. Nun wohnt er mit im Haus,
rennt zur Tür, wenn er nach draußen muss, erledigt alle Geschäfte im
Garten. Unseren eigenen Hunden begegnete er zunächst sehr zurückhaltend,
das hat sich schnell gelegt. Unseren Katzen nähert er sich interessiert,
nicht bösartig und jagt ihnen nicht nach. Schlafen, spielen, die Welt
neugierig erkunden, so verbringt er seinen Tag.
Kurzum ein unkomplizierter Hundejunge, ohne große Macken.

Dingo lebt auf einer Pflegestelle in 33790 Halle/Westfalen

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Dingo Update vom 25.10.2017

Nun ist Dingo schon fast 14 Tage bei uns und somit möchte die erste Eindrücke  erweitern. Er genießt sein Leben in vollen Zügen, bewegt sich im Haus, als wäre er schon immer hier und hat unseren Tagesablauf sofort übernommen. Gemeinsame Spaziergänge, die er offensichtlich  so noch nie erlebt hatte, nutzt er zum Schnüffeln und Erkunden, schätzt den Strand aufgrund den Sandes, in dem er sich gern vor Wonne rollt oder Löcher gräbt. Den Hausgerätetest haben wir absolviert, selbst der Staubsauger verursachte kaum Reaktionen seinerseits. Er erschrickt nur bei vorüberfahrenden Autos oder Motorrädern auf der Straße, ebenfalls bei laut kläffenden Hunden, dann versteckt er sich hinter mir oder unserer Hündin. Ich vermute, dass er früher wenig Auslauf hatte und als Einzeltier gehalten wurde, was wiederum seine Trägheit erklären würde. Erst seit wenigen Tagen tobt er durch den Garten, erforscht selbständig weiteres Gelände, aber nie wirklich weit weg. Er ist eher als gemütlicher Hund zu bezeichnen, sein Bewegungsdrang hält sich bis jetzt eher in Grenzen. Den Umgang mit den anderen Hunden musste er erst lernen. Mittlerweile kann er gut damit umgehen, erkennt Ablehnung und Aufforderung zum Spielen. Dingo beschäftigt sich gern allein, wäre deshalb als Einzelhund nicht unglücklich. Sein einziges 'Problem' ist die extreme Bindung an den Menschen, er schläft am liebsten mit dem Kopf auf den Füßen seines Menschen, damit er nur nicht verpasst, wenn man sich entfernt. Wir arbeiten deshalb mit einer Auszeitleine, so dass er erst einmal lernt, dass er nicht immer unmittelbar dabei sein kann und langsam auf das Alleinbleiben vorbereitet wird. Er liebt sein Knotentau und Zerrspiele, kaut auf den umherliegenden Holzstücken, ohne bis dato Schäden im Haus angerichtet zu haben.

Derzeit versuchen wir uns am Verständnis des Wortes “Nein!“, denn unsere Hauskatzen blicken sehr oft in geleerte Näpfe. Katzenfutter ist heiß begehrt, das Geräusch, was beim Öffnen einer Futterbüchse entsteht, erweckt Dingo sofort aus dem Tiefschlaf. Überhaupt kann man Fressen als seine Leidenschaft bezeichnen, somit lässt er sich gut locken, was das Lernen vereinfacht. Ein insgesamt unkomplizierter Hund, der noch viel lernen muss. Und wir hoffen sehr, dass Dingo bald seine Menschen findet, denn er schätzt ein kuscheliges Bett in einem Haus bei seinem Menschen über alles.

Neues vom 23.10.2017

 

Oktober 2017

 

 

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