ESPERANZA

ESPERANZA, weiblich, geboren in etwa Ende November '18
geschätzte Endmaße sind momentan noch schwer zu beurteilen.
Zwischen 40 und 50 cm könnte sich alles abspielen,
desgleichen das Gewicht, welches sich von 15 - 20 kg
einpendeln dürfte, vermutlich mit Labrador zu vergleichen.

Charakter: Die vier Geschwister sind ausgesprochen aufgeschlossen und
menschenfreundlich vom 1. Tag an als ich sie fand.
Am heutigen Tag der Fotos hatten sie ihren ersten Freigang.
Sie erkundeten, nicht nur neugierig, ihre etws größere Welt.
Sie spielten auch sofort ausgelassen mit ihren nun neuen Welpenkollegen,
die um einiges größer sind als sie selbst sind.
Dass diese sie auch mal überrannten oder sie mit der Pfote
nahezu in den Erdboden rammten, erschreckte keinen der Geschwister.

Durch ihre unerschrockene und neugierige Art würde ich sie auch 
 als Anfängerhunde bezeichnen, falls diese unbedingt 
einen Welpen haben möchten. 
Ebenso sehe ich kein Hindernis für Familien mit nicht ganz so kleinen Kindern.

Wieso die Vier in die Vermittlung kamen:
Momentan kursiert wieder einmal eine Welpenschwemme. 
Die Anrufe, whatsapp und emails um Hilfe,
wollen tagelang nicht abbrechen.
Mein Vater war zu Besuch und bekam dies teilweise mit.
So fragte er mich, nach dem morgendlichen Anruf Nr. 3
mit dem gleichen Thema, ob die Leute denn nicht in etwa auf Suche gehen.
Ich erklärte ihm den Unterschied zwischen denen, die echt zufällig
über solch "Bescherung" stolpern und denen, die sich um kastrierende
oder schon fertig kastrierte Hund kümmern und sich somit 
natürlich in "gefährlichen" Gefilden aufhalten.

Kopfschüttelnd lehnte er ab, mit den Worten:
"Also ich kann auch ein Jahr auf Kreta sein, da werde ich keine Welpen finden!
Nun, wie schon James Bons sagte: "Sag niemals, nie!"
Die musste mein Vater gleich 20Minuten später erfahren,
dass man dies wirklich unterlassen sollte ;-).
Gerade eine Kurve vom Haus entfernt, steht ein Müllcontainer.
Da sah ich sofort drei Babys auf einen Schlag.

Wir schluckten Beide und sprachen zunächst kein Wort.
Erschwerend kam hinzu, das das Vereinsauto gerade ganz neu war.
Also 11 Jahre neu zwar, aber halt auch sauber....
So folgte ein einsamer Monolog meinerseits beginnend mit:
"Mit also Papa, Du weisst jetzt ganz genau, dass ich die nicht hier lasse,
also bitte keine Debatte! Das Auto ist ja auch dafür und... und...!!!"
Da mein Vater mich seit 48 Jahren kennt, sagte er eh schon lange gar nichts.
Also begann ich die Welpen einzuladen.
Als ich gerade wendete, sah ich noch einen Schatten unter dem Container.
Dies war die kleine Esperanza, die auch freudig zu mir kam,
als ich sie lockte.
Es folgte ein kurzer, für mich sehr erfreulicher Zwischenfall:
Ein schwarzer Pickup hielt an, schwarze Fenster u.s.w.
Also ein typischer kretischer Bauer.
Mir fiel mein Herz in die Hose, denn Esperanza
sieht ja nun sehr nach Schäferhund aus.

Mein Gedanke war, dass er sie womöglich für seine Schafe haben wolle.
Ich sie aber niemals hergeben würde, um an einer Tonne angebunden zu sein.
Ich harrte stocksteif der Dinge, die da kommen wollten. 
Das schwarze Fenster fuhr herunterund der Bauer rief entrüstet:
"Die sind schon seit ganz früh hier, weisst Du wer die ausgestzt hat?"
Ich: "Wenn ich das wüsste wäre die Person einen Kopf kürzer!
Ich hatte ja noch nicht mal ne Ahnung, dass sie hier sind!"
Der Bauer und sein Kumpane begannen nun ein lange Erklärung.
Nach dem Motto, dass man so doch wohl mit Hunden nicht umgehen könnte.
Er hatte schon zwei Jagdhunde, als er kürzlich noch 
einen weiteren Hund von der Srasse adoptierte.
Aus diesem Grund war er auch hilflos den Babys gegenüber.
Seine Hunde seien und nun halten sich alle mal fest,
sowohl gechippt als auch kastriert.
Denn es geht ja wohl nicht an, dass man an dem Elend
der Strassenhund beteiligt sei, indem man Welpen produzier
und diese dann einfach am Müll entsorge...!!
Ich befürchte, wenn mein Vater nicht dabei gewesen wäre, 
hätte ich beide Typen aus dem Auto herausgezogen
und heulend umarmt. Denn genau so soll es hier laufen!!!!
Dass diese Einstellung nun auch so ganz langsam in den Dörfern
in Umlauf kommt, macht mich überglücklich!
Es zeigt mir, dass der Tierschutz in Griechenlkand wirklich seinen Lauf nimmt.

Der Witz an der Geschichte kam zum Schluß,
als der gute Bauer mir einen Ratschlag gab:
"Hier um die Ecke, nächstes Tor direkt, lebt eine Frau,
die sich um solch Geschichten kümmert!
Frag doch mal, wenn Du Glück hast nimtt sie die 4 zu sich.
Ich habe gehört, dass sie die zum Tierarzt bringt,
die füttert und denen gute Heime in Deutschlan findet!"

Schmunzelnd erkläret ich, dass ich nicht unbedingt nachfragen muss,
weil ich es selbst bin.
Zum Abschied bekam ich noch eine klein Dankeshymne
für das was ich tue, so trennten sich unsere Wege.
Eine wundervolle Begegnung für mich,
dies gibt Hoffnung, dass wir es in den nächsten 10 Jahren
vielleicht hier sogar alleine schaffen könnten!!

Die Babys selbst übrigens ware an dem Tag schwer dehydriert
und unterernährt. Leider habe ich zu Anfang keine Fotos gemacht.
Denn die momentan dicken Bäuche strafen mich Lügen :-D
Nun sie hatten halt guten Appetit und aus gesundheitlichen
Sicherheitsgründen bekommen ungeimpfte Welpen
keinen Freigang.

Ihr gefliester Zwinger hat Zimmergröße, doch man kann ja auch
mal als Langeweile essen. 

Inzwischen haben sie die zweite Impfung bekommen,
somit gibt es zumindest tagsüber Freigang und die Bäuchlein
werden sich schon auswachsen. 
Auch wenn es ein paar Tage dauerte, bis dies zustande kamen
und die Haut auch wieder schnell zurückfluppte.
Nach anfängliche Dauerdurchfall machte ich einen Giardientest,
der aber negativ war.

Im März werden sie komplett ausreisefertig sein.

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Februar 2019

 

 

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