Name

Cookie

Geschlecht

männlich

Geburtsdatum

09/2021

Standort

35625 Hüttenberg

Endgewicht

17 kg

Endmaß

50-55 cm

Rüde Cookie, geb. September 2021, Endmaß ca. 50-55 cm, ca. 17 Kilo (derzeit, Anfang Mai, 12 Kilo)


Cookie wurde mit mindestens 2 Geschwistern im September 2021 auf Kreta geboren. Anfang 2022 wurden die drei in einem Karton “verpackt” in einem Bergdorf ausgesetzt. Seine beiden Brüder konnten bereits ein Zuhause in Griechenland findet, Cookie hatte bislang leider kein Glück.

Zwischenzeitlich ist Cookie in die Obhut unserer Tierschützer gekommen und findet sich im Hunderudel sehr gut zurecht. Auch hat er dauerhaft Kontakt zu Katzen und zeigt keinerlei Probleme mit diesen. Er ist ein sehr menschenbezogener Hund und genießt seine Streicheleinheiten mittlerweile – siehe Historie – sehr. Er ist folgsam und läuft bereits gut an der Leine.


Auch der nächste Schritt ist gemacht und Cookie ist auf seiner Pflegestelle in Mittelhessen angekommen. Dort zeigt er sich deutlich aufgeschlossener, interessierter und wissbegieriger als erwartet. Vom ersten Tag an ist er gerne überall dabei und erkundet die Umwelt. Er lässt sich von seinen Bezugspersonen gut anfassen, liegt gerne bei einem auf dem Sofa und liebt es wenn er Zuneigung bekommt. Bei Fremden ist er noch etwas reserviert, bleiben diese aber länger als 10 Minuten, fasst er schnell Vertrauen und holt sich gerne ein Leckerlie ab.

Obwohl Cookie aus Kreta nur das Leben draußen kannte, war er vom ersten Tag an stubenrein. Er bleibt mit den anderen Hunden alleine, man sollte aber daran denken, dass man z. B. Schuhe besser wegräumt.


Er geht gerne spazieren, guckt hier und da und wedelt mit der Rute vor Begeisterung. Nur hektische und fremde Situationen beim Spaziergang verunsichern ihn (z. B. schnelle Radfahrer). Kurze Strecken im Auto meistert er sehr gut.


Für Cookie wünschen wir uns ein Zuhause im ländlichen Bereich, idealerweise mit eingezäuntem Garten zum Toben, gerne auch mit einem weiteren Hund. Aufgrund seiner Historie möchten wir ihn nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermitteln, Kinder ab ca. 10 Jahren sollten ok sein. Toll wäre eine Familie mit viel Zeit, die ihm das Leben zeigen möchte und ihn bei ihren Aktivitäten als Begleiter dabei haben möchte.

Cookie lebt auf einer Pflegestelle in Mittelhessen


Nun folgt noch Cookies traurige Historie:

Bereits Anfang Februar erreichte und ein Hilferuf einer jungen Griechin. Bei ihr im Dorf sind vor einiger Zeit 3 Welpen an der Mülltonne ausgesetzt worden, glücklicherweise fand sie bei einem Nachbarn eine Unterkunft für die Welpen. Sie bat um finanzielle Unterstützung bei den Impfungen sowie Vermittlungshilfe. Wir sind, wie die meisten anderen Vereine auch, am Limit bzw. längst darüber hinaus und können leider nicht jedem Hilferuf abhelfen. Dennoch unterstützen wir bei den Impfungen und boten auch an, dass wir die 3 auf unserer Webseite vorstellen. Das Ganze verlief sich ein wenig bis zu dem Zeitpunkt als die engagierte Griechin uns erneut kontaktiere und mitteilte, dass sie für 2 der 3 ein Zuhause in Griechenland gefunden hat. Der letzte Welpe allerdings, Cookie, suchte nunmehr dringend ein Zuhause, da er seine Geschwister vermisste. Dafür brauchten wir neue Fotos, aus diesem Grund fuhren wir ihn besuchen. Vor Ort war binnen weniger Sekunden klar, dass es nicht nur bei “Fotos machen” bleiben wird. Die Unterbringung war eine Katastrophe, er befand sich auf einem offenen Grundstück außerhalb des Ortes, direkt an einer großen Hauptstraße, jederzeit die Möglichkeit auf die Straße zu rennen und zu verunglücken. Auf dem Grundstück leben noch weitere Tiere, so dass er wenigstens nicht alleine war. Über unseren Besuch war er nicht sonderlich angetan, er verbellte uns erstmal und war zwischenzeitlich ordentlich handscheu geworden. Zu unseren Gunsten war, dass der Bub ordentlich Kohldampf hatte und wir ihn mit dem mitgebrachten Futter neugierig machten. Er kam auf eine Distanz von etwa 1 Meter an uns heran, sobald sich ihm die Hand näherte, entfernte er sich bzw. knurrte vor Unsicherheit. Irgendwann machte er einen folgenschweren Fehler, er ging in einen offenstehenden Raum. Wir versperrten die 2 Ausgänge. Er war unheimlich gestresst je näher wir ihm kamen und er sagte uns auch sehr klar, dass er uns gleich fressen möchte (natürlich nur aus purer Angst, Unsicherheit und Bedrängung). Die Einrichtung des Raums machte Mission Cookie nicht unbedingt einfacher, denn überall stand Gerümpel herum. Trotz all dem guten Zureden kam er nicht freiwillig, letztendlich haben wir ihn in einer Ecke zum fassen bekommen. Er war vollkommen perplex, starr vor Angst, pinkelte sich ein und wusste gar nicht wie ihm geschah. Ja, es war für uns alle eine stressige Situation, aber ab sofort konnte es nur noch besser werden und es wurde!

Cookie kam direkt im Auto in die Box und wir nahmen in mit nach Hause. Sicherheitsgeschirr drauf, 20 Meter Schleppleine dran, die andere Hundemeute aufs Grundstück lassen und Cookie alle kennenlernen lassen stand nun auf dem Plan. Das Ganze hat er megagut gemeistert. Er freute sich unwahrscheinlich andere Junghunde zu sehen und bereits nach etwa einer Stunde fing er an mit diesen zu spielen (immer die Schleppleine im Schlepp; so kann man ihn gut wieder einfangen.). Nach ein paar Stunden war Nachtruhe angesagt, er kam ohne Murren mit in sein (und den anderen ihr) Nachtquartier. Dann stand noch eine runde Zwangskuscheln auf dem Plan, zwar war er sehr vorsichtig, ließ es aber über sich ergehen und erweckte immer kurz den Eindruck, dass er es gar nicht so doof fand. Am nächsten Tag ging das gleiche Spiel von vorne los, er stand mit der restlichen Meute bereits wedelnd an der Tür und wollte raus, freiwillig anfassen war aber noch nicht. So verlief der Tag und es wurde wieder nacht. Am folgenden Tag stand Cookie wieder wedelnd an der Tür und diesmal wollte er auch unbedingt angefasst und gestreichelt werden. Machen wir es kurz, ab da war das Eis gebrochen. Er sprang an uns hoch, kam durch die Terrassentür ins Schlafzimmer und legte sich ins Körbchen, himmelte das Bett an und überlegte, ob er wohl dort mal reinspringen würde usw. Er folgte uns auf Schritt und Tritt und wir können ihn seither problemlos anfassen. Sicherlich wird er nach Ankunft in Deutschland in den ersten Tagen wieder sehr vorsichtig und zurückhaltend sein, aber wir erlauben uns mit gutem Gewissen und Sicherheit sagen zu können, dass diese Vorsicht binnen kürzester Zeit verschwinden wird.

In den Wintermonaten gibt es leider kaum Flugpaten, dies erschwert die Ausreise der Tiere. Nach Möglichkeit fliegen Vereinsmitglieder nach Kreta um die Tiere abzuholen und schnellstmöglich aus dem nasskalten Wetter Kretas in ein warmes Körbchen in Deutschland zu bringen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten sind durch die Adoptanten zu tragen (ca. 50-100 EUR).

April 2022

März 2022

Kreta Hunde - weil jeder ein Zuhause braucht!